Zweck

 

Schloss Malberg zählt zu den großartigsten Schlossanlagen in Rheinland-Pfalz. Diese Wertung ergibt sich nicht aus dem kunstgeschichtlichen Vergleich mit den großen Schlossbauten des frühen 18. Jahrhunderts, sondern würdigt die besondere Leistung einer kleinen territorialen Herrschaft, deren Geschichte, Lebensverhältnisse und Kunstverbindungen in dem mit seiner Ausstattung erhaltenen, seit dem barocken Neu- und Ausbau weitestgehend unveränderten Schloss in nahezu einzigartiger Weise fassbar und ablesbar geblieben sind.

Die Schlossanlage Malberg, und hier insbesondere das sogenannte „Neue Haus“, das der Venezianer Matteo Alberti im Auftrag des Kölner Weihbischofs Johann Werner von Veyder in den Jahren 1712 bis 1714 errichtete, stellt eine architektonische Rarität höchsten Ranges dar. Das „Neue Haus“ in Malberg ist geprägt durch die klassische Architektur des oberitalienischen Baumeisters Andrea Palladio (1508 – 1580) und stellt ein sehr frühes Beispiel für die palladianische Bewegung des 18. Jahrhunderts in Deutschland dar.

Der in der Barockarchitektur des Rheinlandes ungewöhnliche Typus einer Portikusvilla mit Eckrisaliten gelangte mit Alberti von der vene¬zianischen Region in die Eifel.
Die Einzigartigkeit der Schlossanlage in Malberg wurde durch die Anerkennung als Denkmal von „besonderer nationaler kultureller Bedeutung“ im Jahr 2000 bestätigt.

In der Stiftungssatzung sind folgende Zwecke der Stiftung definiert worden:

  • die Schlossanlage, zumindest in Teilbereichen, für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten und die Verbundenheit der Region mit Schloss Malberg zu stären,
  • Förderung von Kultur und Kunst, Bildung und Denkmalpflege,
  • Förderung von Maßnahmen, die die bauliche Unterhaltung, Restaurierung und Weiterentwicklung der Schlossanlage einschließlich deren Kunstwerke und Ausstattungen sowie der Schlossgärten und Terrassen zum Ziel haben,
  • Förderung der Bewirtschaftung, Nutzung und Pflege,
  • Förderung von Vorhaben, die der Vorbereitung und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen dienen,
  • Förderung von Vorhaben, die der dauerhaften Beschaffung von Einrichtungsgegenständen und kulturellen Exponaten dienen sowie
  • Projekte der Öffentlichkeitsarbeit, welche geeignet sind, die Schlossanlage in ihrer historischen und kulturellen Dimension einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen.