Terrasse

Zu den typischen Sehenswürdigkeiten gehören die Terrassen und der „runde“ Garten, von dem aus man eine herrliche Aussicht auf das Kylltal genießt, zwei zierliche Barockpavillons sowie eine monumentale Freitreppe von konkav-konvex-konkavem Schwung. Als „wertvollsten Kunstbesitz des Schlosses" bezeichnet J. Gamer zehn Gartenfiguren, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts vom genialen Rokokobildhauer Adam Ferdinand Tietz geschaffen wurden, der u. a. auch den Skulpturenschmuck des kurfürstlichen Palasts in Trier sowie der Würzburger Residenz ausgeführt hat. Das sehr interessante ikonographische Programm stellt die Jahreszeiten, Heroen und Halbgötter dar.

Auf der Balustrade wurden mittlerweile Kopien zweier Tietz-Figuren aufgestellt. Die beiden ersten Figuren zeigen Diana, die Göttin der Jagd, und Flora, die für Gedeihen und Wohlergehen der Natur und der menschlichen Arbeit sorgen soll.

Die kostbaren Originale des genialen Rokokobildhauers Ferdinand Tietz (1708 – 1777) müssen nach ihrer Konservierung und Restaurierung unter Dach und Fach bleiben. An ihre Stelle treten je nach finanziellen Möglichkeiten Kopien auf die Schlossterrasse. Der fragile Zustand der Originale verbietet Abgüsse. Deshalb werden die Ersatzfiguren als bildhauerische Kopien vom Steinmetz aus dem Naturstein im Maßstab 1:1 gehauen. Die "neuen" Skulpturen erhalten – wie ursprünglich auch die Originale – eine Bleiweißfassung, die nach alter Rezeptur hergestellt und aufgebracht wird. Damit sollte im 18. Jahrhundert der Eindruck von Porzellanfiguren erzielt werden.

Gartenpavillons

An den Schmalseiten der Terrasse stehen über Eck zwei kleine Pavillons mit Mansarddächern. Der linke Pavillon hat eine Stuckdecke im Bandelwerkstil. Ein Bacchusknabe mit Reben in der Hand und einer Zipfelmütze auf dem Kopf, reitet auf einem Weinfass.

"Runder Garten"

Um 1730 wurde durch den Bau der Stützmauer und massiver Aufschüttungen dem Neubau ein Garten vorgelegt. Der so genannte "Runde Garten" befindet auf der Südostseite der Schlossanlage und grenzt direkt an die prächtige Außenterrasse aus der gleichen Zeit an.

Der Brunnen in der Mitte des halbkreisförmigen Gartens befand sich früher im Speisezimmer und war am Fensterpfeiler angebracht. Im Jahre 1777 ließ man ihn in den Garten versetzten und setzte ihm den Brunnenstock und die Schale auf. Das auf der Rückseite eingemeißelte Veydersche Wappen und die Jahreszahl zeugen noch heute von dieser Umsetzaktion.