"Eiserner Garten"

Ein schöner französischer Garten, der „Eiserne Garten“ (1713/14), liegt gleich hinter dem äußeren Tor, gegenüber dem Brauhaus aus dem Jahre 1714. Seine Grundeinteilung mit dem Brunnen in der Wegkreuzung ist seit dem 18. Jahrhundert bis heute unverändert geblieben. Acht steinerne Pfeiler mit Blumenkörben und Vasen bilden die Einfassung des Gartens. Der Zwischenraum wurde später durch Mauern geschlossen, sodass man in den Garten nur durch das große eiserne Tor blicken kann, durch das der Garten seinen Namen hat.In der Mitte des Gartens steht ein Steinbrunnen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das vierpassförmige Becken ist verziert mit Meerwesen.

In den Jahren 1707 bis 1715 errichtete Johann Werner von Veyder auf dem Areal der mittelalterlichen Burganlage das heutige Schloss Malberg. Der kurpfälzische Hofarchitekt Graf Matteo Alberti (1647-1735) wurde mit der Planung beauftragt. Alberti  errichtet, beinflußt von dem venezianischen Architekten Palladio, auf dem langgestreckten Bergrücken das „Neue Haus“ und die Nebengebäude. Die alte Oberburg wurde in die Anlage integriert und ist noch heute als „Altes Haus“ erhalten.
Anstelle der Unterburg wurde um 1713 der Eiserne Garten angelegt.

Diesen Namen erhielt der Garten durch den eisernen Stakettenzaun der den Garten von der Schlosszufahrt abtrennte. Im 19. Jahrhundert wurde der Stakettenzaun durch ein verputztes Mauerwerk ersetzt, so war der Blick in den Garten nur noch durch das ornamentreiche, schmiedeeiserne Tor möglich. Im Rahmen der Sanierung wurden die Mauerteile neben dem Eingangstor wieder durch einen eisernen Zaun ersetzt.
Ursprünglich erfüllte der „Eiserne Garten“ von Schloss Malberg zwei Zwecke. Zum einen diente er als Erholungsgarten, der zum Lustwandeln einlud, zum anderen wurde er auch als Nutzgarten bewirtschaftet. Hier wurden Gemüse, Heilpflanzen gezogen. Zudem dienten die gepflanzten Blumenstauden als Blumenschmuck im Schloss.

Bei der Sanierung der Gartenanlage wurde der ursprünglichen doppelten Nutzung des Gartens Rechnung getragen, als man auf dem Hochparterre einen Kräutergarten einrichtete. Das Tor, das Zugang zum Garten gewährt, wurde mit hohem Aufwand restauriert.

Die Sanierung des Eisernen Gartens konnte nur gelingen durch großzügige Förderung von:
Förderverein Schloß Malberg e.V.
Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur
Kreissparkasse Bitburg-Prüm
Dr.-Hanns-Simon-Stiftung, Bitburg