Ehemaliges Brauhaus

Wenn man die Schlossanlage durch das Haupttor betritt, passiert man linker Hand das ehemalige Brauhaus. Es dient heute als Wohnhaus.

Über Jahrhunderte wurde das Bier in der Eifel vorwiegend in kleinen bäuerlichen Hausbrauereien hergestellt. Wie lange der Hopfen (Humulus lupulus) schon als Biergewürz verwendet wurde, ist nicht genau feststellbar. Unzweifelhaft ist aber, dass sich im Rheinland um das Jahr 1500 der Hopfen beim Brauen endgültig durchgesetzt hat.

Die Hopfengärten lagen im direkten Umfeld der Brauereien. Auch die Klöster und Burgen verfügten in der Regel über eigene Back- und Brauhäuser. Offenbar gab es um 1600 schon Hopfenanbau in der Eifel. In dieser Zeit bezogen nämlich die Trierer Bierbrauer einen Teil ihres Bedarfs aus der Eifel.

Im Kylltal ist der Anbau des "Grünen Goldes" seit dem 17. Jahrhundert belegt. Die Zentren waren Kyllburg, Malberg und St. Thomas. Es ist anzunehmen, dass es die üblichen Kulturbringer und Kulturträger des Mittelalters waren, die den Hopfen ins Tal der Kyll brachten. Die Zeit ist nicht genau feststellbar. Aber wie die Bücher des Klosters zu Freising schon im 9. Jahrhundert den Hopfenanbau des Klosters erwähnen, so ist es wahrscheinlich, dass auch im Kylltal der Hopfenanbau durch einen welterfahrenen Scholastiker des Kyllburger Stiftes, oder gar durch eine praktische Äbtissin des adligen Frauenklosters in St. Thomas eingeführt wurde.

Eine Blütezeit erlebte der Anbau im Kylltal im 19. Jahrhundert. Nicht nur die Boden- und Klimavoraussetzungen an der Kyll waren ideal, sondern auch die Situation auf dem Hopfenmarkt insgesamt. Außer den einheimischen Bierbrauern wurde der Hopfen auf regionalen Märkten wie Prüm, Bitburg und Trier vermarktet.

Äußeres Tor

Die Architektur des äußeren Tores ist sehr schlicht. Den Schlussstein bildet eine Fratze, die Unheil abwehren soll. Darüber im Segmentgiebel befindet sich das Wappen der Familie von Veyder.